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Heiraten in Brasilien - Hochzeit unter Palmen

Heiraten in Brasilien

"Heute gehen wir Truthahn essen" bedeutet in Brasilien in vielen Regionen so viel wie "heute sind wir auf eine Hochzeit eingeladen". Truthahn ist dort nämlich das traditionelle Hochzeitsgericht.
  
Geheiratet wird in Brasilien nachmittags, die Braut zieht sich bei Freunden um weil kein Familienangehöriger sie vor der Trauung mehr sehen darf. Und der Junggesellinnen-Abend vor dem großen Fest ist für die Frauen ein besonderer Spaß. Es gibt Schnaps in rauen Mengen und jede Frau bringt der Braut ein gut verpacktes Geschenk mit. Errät die Braut, was in dem Geschenkkarton ist, darf sie sich einfach über den Inhalt freuen und das nächste auspacken.
  
Liegt sie aber dreimal daneben muss sie, unter dem Applaus der Freundinnen versteht sich, für jedes falsch erratene Geschenk ein Kleidungsstück ausziehen und einen Schluck Schnaps trinken. Und so passiert es nicht selten, dass private Erinnerungsfotos von diesen Abend sie komplett nackt, bekleidet nur mit einer Schärpe auf der steht "gut, dass Du morgen heiratest" und vor dem Hintergrund einer fröhlichen Frauenschar zeigen.
  
Zur Hochzeit an sich trägt die Braut meist ein weißes oder cremefarbenes Kleid. Auch die Gäste sind sehr elegant gekleidet. Am Arm ihres Brautvaters schreitet die Braut in der Kirche auf ihren Bräutigam zu und wird währenddessen von den geladenen Gästen mit Blütenblättern beworfen. Beim Verlassen der Kirche wird das Brautpaar mit Reis beworfen.