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Heiraten in China - Hochzeit im Ausland

Heiraten in China - Hochzeit auf der langen Mauer

Die Hochzeit gilt in China noch heute als eines der wichtigsten Ereignisse im Leben. Versuchte man nach der Revolution von 1949 noch, Hochzeitsbräuche zu verdrängen und die Hochzeit eher bescheiden zu halten, so wird sie heute ausgiebig gefeiert. Die Gäste werden nicht mehr nur mit Bonbons, Tee und Zigaretten bewirtet, sondern sogar arme Familien stürzen sich in Unkosten, nur um das Gesicht zu wahren.
  
Die Hochzeitsfarbe in China ist rot. Während sich die Braut früher jedoch gehüllt in ein rotes Gewand und einen roten Schleier per Sänfte zur Familie des Bräutigams tragen ließ, fährt sie heute in einem westlichen Hochzeitskleid und einem festlich geschmückten Auto vor. Auch der Bräutigam trägt meist einen westlich geschnittenen Anzug und eine rote Nelke (Papier oder Natur) am Revers.
  
Um überhaupt heiraten zu dürfen, muss sich das Paar durch die Arbeitseinheit zunächst eine Heiratserlaubnis einholen, ohne diese ist eine Registrierung (standesamtliche Trauung) nicht möglich. Allerdings gilt offiziell nicht der Tag der Registrierung sondern der per Horoskop bestimmte Hochzeitstag als das wahre Datum der Vermählung. Erst durch die Hochzeitsfeier mit Freunden und Bekannten ist man wirklich "verheiratet" und zieht zusammen.
  
Monate vorher werden die Gäste über die bevorstehende Hochzeit informiert - die höfliche Einladung verpflichtet gleichzeitig zu einem Gegengeschenk. Dabei langen Chinesen ordentlich in die Tasche.